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Wohnen & Leben im Richthofen Circle

Der Richthofen Circle diente seit 1936 als Heimat für Offiziere und Generäle und deren Familien. Die Männer waren in den umliegenden Kasernen beschäftigt, die Frauen und Kinder konnten trotz der Nähe zu den Kasernen ein völlig normales Leben in einer kleinen und ruhigen Wohnsiedlung führen.
Auch die im Jahre 1945 in Kitzingen einrückenden Amerikaner erkannten sofort die Qualität dieses kleinen, aber feinen Wohnquartiers vor den Toren der Stadt und bauten die Wohnhäuser – dem ursprünglichen Grundgedanken folgend – noch weiter aus und um.

Ist-Zustand 2014

Im Auftrag der Amerikaner wurden auch durch die Fachleute des Deutschen Hochbauamts zwei weitere große Mehrfamilienhäuser errichtet. Geld spielte keine Rolle. Gute Architektur, hohe Qualität der Bausubstanz sowie die Ausstattung und Großzügigkeit waren für die Offiziersbauten gefragt. Als die Amerikaner den Richthofen Circle verließen, standen dort fast 150 Wohneinheiten zur Verfügung.
Der Charakter des Geländes ist auch heute noch geprägt vom alten Baumbestand, der Nähe zum Wald, den riesigen Gärten und Freifl ächen. Eine militärische Nutzung fand – im Gegensatz zu den anderen Kitzinger Militärstandorten – zu keiner Zeit statt. Eingezäunt wurde das Gelände auch erst in Folge der Attentate vom 09.11.2001.
Bis zum Abzug der Amerikaner im Jahre 2007 war hier der Lebensmittelpunkt von ca. 300 Offizieren, deren Frauen und Kindern und Zivilamerikanern. Auch Deutsche wohnten hier bereits vereinzelt.

Bereits im Vorfeld des Erwerbs der Liegenschaft entwickelten wir gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Kitzingen sowie dem renommierten Stadtplaner Prof. Martin Schirmer aus Würzburg einen Masterplan zur Weiterentwicklung des Areals zu einem baurechtlichen Sondergebiet mit dem Schwerpunkt hochwertiges Wohnen, Freizeit (Reitanlage usw.) mit Tagungshotel. Hauptaugenmerk lag auf der Reduzierung der vorhandenen Wohnbebauung, um noch mehr Freiraum und Platz für die Reitanlage zu schaffen.
Nach Abbruch um Umnutzung von Gebäuden blieben die 25 hochwertigsten Wohneinheiten zurück. Der Großteil dieser Einheiten wurde bereits im Jahre 2011 ertüchtigt und energetisch saniert. Ein zentrales gasbetriebenes BHKW sowie die Anbindung aller Häuser an das arealeigene Nahwärmenetz wurde ebenfalls im Jahre 2011 realisiert. Mit der Inbetriebnahme einer PV-Anlage mit 163 kWp auf dem Dach der Reithalle im Jahre 2013 wurde der Richthofen Circle in Bezug auf Strom autark. Der durch die Sonne bzw. Kraft-Wärme- Koppelung erzeugte Strom ist das mehrfache dessen was im  Richthofen Circle durch seine Bewohner verbraucht wird. Dmit leistet der Richthofen Circle auch einen Beitrag zur Energiewende.

Grundriss Wohnung

Ein homogener Mietermix von Jung und Alt fand sich schnell. Gerade die von Süd nach Nord durchgesteckten 112 bzw. 125 qm großen 4- bzw. 5 Zimmerwohnungen mit riesigen Balkonen sind gefragt. Die Nachfrage übersteigt bei weitem das Angebot.
In einer 5 Zimmer-WE z.B. hat eine in Kitzingen ansässige und international agierende Firma dauerhaft eine Wohnung zur Unterbringung von Werkstudenten aus aller Herren Länder angemietet. Die idyllische Lage und die Nähe zum Firmenstandort wissen die oft nicht motorisierten Studenten sehr zu schätzten. Übrigens sind 70% der Bewohner der Anlage „Neubürger“ in Kitzingen.

Manfred Maier, Investor/Eigentümer

Mehrfamilienwohnhaus 300 erhält Frischzellenkur

Die Wohnungen im Ist-Zustand des „Haus 300“ sind sehr großzügig angelegt. Die Materialwahl ist nachhaltig ausgewählt. Zwar hatten die Wohnungen durch den Leerstand nach dem Abzug der Amerikaner etwas gelitten. Aber seit Übernahme des Richthofen Circle durch Andrea und Manfred Maier hat sich viel verbessert.

Planung 2014
Mit Erneuerung des Dachgeschosses werden durch neue interessante Baukörper wird dem
Gebäude eine neue „Krone“ aufgesetzt und damit gestalterisch wertvoller gemacht!

Das Mehrfamilienwohnhaus wurde aufgeräumt, gereinigt, an das Nahwärmenetz im Richthofen Circle angeschlossen, neue Bewohner sind eingezogen und fühlen sich wohl.
Aber damit nicht genug. Es sind großartige Änderungen und Verbesserung geplant und in die Wege geleitet! Unmittelbar steht die energetische Sanierung des Gebäudes an. Dabei werden

  • Fenster erneuert
  • Fassade und Kellerdecke gedämmt
  • ein hydraulischer Abgleich der Heizung durchgeführt
  • eine leistungsgerechte, modulierende Umwälzpumpen eingebaut.

Auch die etwas hausbackenen, mit Holz verkleideten Balkone werden im Zuge dieser Sanierung erneuert. Damit wird zielstrebig am künftigen, verjüngten und zeitgemäßen Erscheinungsbild gearbeitet. Neue, farbig beschichtete Stahlstützen rahmen die Balkone ein und veredeln die Hauptansicht des Gebäudes. Hierdurch werden u.a. auch jetzt vorhandene Wärmebrücken eliminiert.


Die Kuben der neuen Baukörper und die erneuerten Balkone werden gerahmt und damit hervorgehoben.

Bleibt noch die Sanierung des Daches. Einfach wäre der Ausbau des vorhandenen Dachbodens. Aber das ist nicht gut genug. Deshalb ist geplant, den alten, gestalterisch unpassenden Dachstuhl abzubrechen und das Gebäude neu mit scheinbar verspielten, geometrischen, kubischen Baukörpern zu bekrönen. Das gesamte Gebäude erhält hierdurch eine große Leichtigkeit und Heiterkeit,
das nicht nur die Bewohner beglücken soll!

Das Beste dabei ist, dass durch die neuen Bauteile fast keine Wärme mehr verloren geht, weil sie optimal gedämmt sind (siehe Grafi k nächste Seite). Hierdurch wird der Maximalwert für neue  Gebäude gem. EnEV um über 30% unterschritten! 1 Hydraulischer Abgleich: auch beim letzten Heizkörper kommt noch die gleiche Wärme an wie beim ersten. 2 Leistungsgerechte, modulierende Pumpen: z.B. bei geringerer Abnahme von Wärme läuft die Pumpe langsamer und spart wertvolle Energie.

Projektierte Wohnung

Heiner Roth, Architekten Roth und Partner

Richthofen Circle

Die Diagramme zeigen den derzeitigen energetischen Ist-Zustand (graues Bäumchen, Häuschen, Balken) und nach der Sanierung und Dacherneuerung (grünes Bäumchen, Häuschen, Balken). Insgesamt wird die Umwelt sehr stark entlastet, wertvolle Energie und damit Geld eingespart; damit wird das Haus zukunftssicher gemacht.

Richthofen Circle - Umwelt

Quelle: Stadtmagazin Kitzingen, Ausgabe 07/2014